wenn ich mal groß bin ...

 Guten Morgen, alle zusammen,

hier ist Euer Flitzefloh bei bester Gesundheit. Da es mir wieder so gut geht, steht auch wieder Arbeiten auf dem Programm. Frauchen meint, dass es ganz viel zu lernen gibt für einen Super-Hund wie mich. Das trifft sich ganz gut, weil ich wirklich gerne lerne und meistens verstehe ich auf Anhieb, was ich machen soll. Herrchen meint immer, wenn man mir in die Augen guckt, sieht man, dass da ein Licht an ist. Also ich bin unsicher, wenn ich mich in der Tür spiegele, sehe ich eigentlich nur meine braunen Augen.

Zumindest werde ich hier zum Jagdhund ausgebildet und das macht mir richtig Spaß. Ich kann auch schon ganz viel. Eine Mini-Fährte ist für mich überhaupt kein Problem, selbst im feuchten hohen Gras. Herrchen und Frauchen haben mir versprochen, dass wir das auf jeden Fall noch weiter ausbauen. Wenn ich das richtig gut kann, darf ich später Herrchen bei der Nachsuche helfen. Frauchen meint, dass das eine ganz wichtige Aufgabe ist und ich dafür eine Super-Nase brauche. Nase ist kein Problem, ich finde einen Regenwurm, der 10km entfernt ist zielsicher. Mit der Nase arbeiten ist absolut super, allerdings meint die Spaßbremse namens Frauchen immer, dass wir nicht zu viel auf einmal machen sollen, damit ich Zeit habe, das alles zu verarbeiten und ruhig bleibe. Also ich könnte ja den ganzen Tag alles mögliche finden ...

Gestern haben wir etwas Neues probiert: Apportieren! Ich sage mal so: macht total viel Spaß und kann ich. Frauchen war auch ganz begeistert und hat mir versprochen, dass wir das richtig lernen. Wir wissen jetzt, dass ich Spaß daran habe, Sachen zu tragen und zu bringen. Jetzt darf ich lernen, dass ganz gezielt zu machen. Das ist gar nicht so einfach. Ich darf zum Beispiel nicht auf dem Ding in meiner Schnauze rumkauen, einfach loslassen oder es einfach woanders hinbringen. "Fang mich doch, Du Eierloch" spielen wir erst nach der Arbeit, aber dafür dann auch richtig dolle. Das ist großartig.

Wisst Ihr, was noch auf dem Programm steht: ich muss wetterfest sein. Wir gehen also immer raus und das nicht nur schnell zum ... naja, Ihr wisst schon. Gestern habe ich meinen ersten Herbststurm erlebt. Das war vielleicht lustig. Ich bin mit fliegenden Ohren über die Wiese geflitzt und habe versucht Blätter zu fangen. Das müsst Ihr mal ausprobieren. Heute morgen haben wir dann mal Regen ausprobiert ... ist nicht ganz so lustig wie der Sturm. Lasst es mich so ausdrücken: das Modell Matschkuh bin ich wohl nicht, aber ich kann trotzdem Spaß haben. Das Abtrocknen nachher war lustig, aber da wollte Frauchen irgendwie nicht so rumalbern wie ich. Jetzt liege ich hier vor dem Kamin und trockne erst einmal. Es sieht so aus, als ob wir heute noch viel im Regen üben können.




Also, ich kann Euch sagen, als angehender Jagdhund muss man jede Menge lernen, aber das macht auch alles sehr viel Spaß. Ich werde berichten, wie alles klappt.

Liebe Grüße und Euch einen schönen Tag

Euer Rudi

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